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Jubiläumsfest Prometheus – Sibylla Schwarz – Argentinien unter Milei – Prometheus Klassik

Zehn Jahre gibt es Prometheus inzwischen. Mit rund 135 unserer Freunde haben wir das am Montag feiern dürfen. Die Gäste zwischen 4 und 87 Jahren waren zum Teil aus der ganzen Republik angereist, um ihre Verbundenheit mit uns zum Ausdruck zu bringen. Überall war der optimistisch-zupackende Geist zu spüren, dessen Verbreitung uns bei Prometheus ganz besonders am Herzen liegt.

AUSBLICK

Prometheus Klassik Playlist

Die Haupturlaubssaison läuft an: Lange Fahrten mit Bahn oder Auto, Wandern, in der Sonne liegen oder Heimwerken. Genug Zeit und Gelegenheit, um sich was zu Ohren zu führen. Vielleicht hat man sich an Podcasts und Hörbüchern schon sattgehört. Für die Freunde klassischer Musik steht dann die Prometheus Klassik Playlist auf Spotify zur Verfügung: Eine Sammlung von Werken, die die Geschichte von Prometheus vertonen. Darunter sehr bekannte Komponisten wie Ludwig von Beethoven, Franz Schubert und Franz Liszt. Aber auch eine Reihe von Überraschungen, die sonst nur Feinschmecker auf dem Schirm haben. Insgesamt viereinhalb Stunden kann man sich durch ein vielfältiges prometheisches Universum durchhören.

WELTBEWEGER

Photo: Heinz Mustermann from Flickr (CC BY-ND 2.0)

Sibylla Schwarz (1621-1638)

Zu Beginn des 17. Jahrhunderts Bürgermeister von Greifswald zu sein, war durchaus eine herausgehobene Position. Dennoch muss Christian Schwarz ein außergewöhnlicher Mensch gewesen sein, der die Freiräume seines Amtes nutzte. Er ließ seinen Kindern durch einen Hauslehrer eine umfassende Ausbildung zuteilwerden. Und zwar nicht nur den Söhnen, sondern auch den Töchtern. So kommt auch seine jüngste Tochter Sibylla schon früh mit Texten in Kontakt. Bereits mit zehn Jahren beginnt sie zu dichten und nutzt so die kurze Zeit, die ihr vergönnt ist, ehe sie schon mit 17 Jahren stirbt. Zurück blieb ein schmales, künstlerisch aber herausragendes Oeuvre, das nach ihrem Tod veröffentlicht wurde. Dass ihre Gedichte auf diese Weise rasch Verbreitung fanden, gab bildungsfreudigen Mädchen und Frauen ein Rollenvorbild und zeigte der Männerwelt, dass Meisterschaft kein Privileg ihres Geschlechts ist. Schon 1682 rühmte sie der Literaturkritiker Daniel Georg Morhof mit den Worten: „Vor allen dingen muß allhie nicht vorbey gegangen werden, daß wir in Teutschland Frauenspersonen gehabt/ und auch noch zur Zeit haben/ die die Männer wohl in der Tichtkunst beschämen können.“

MITSTREITER

Studie des Flossbach von Storch Research Institute

Javier Milei elektrisiert und polarisiert Gegner und Fans gleichermaßen. Ist er ein Superheld oder der Erzbösewicht? Anstatt ausschließlich ökonomische Identitätspolitik zu betreiben, würde es sich empfehlen genauer Daten und Fakten unter die Lupe zu nehmen. Das haben dankenswerterweise Prof. Gunther Schnabl und Dr. Marius Kleinheyer vom „Flossbach von Storch Research Institute“ vorgenommen. Für mich war die schönste Nachricht der massive Rückgang der Armutsquote in den letzten Monaten.

Heimat der Freiheit

10 Jahre Prometheus – unser Sommerfest

Zehn Jahre gibt es Prometheus inzwischen. Mit rund 135 unserer Freunde haben wir das am Montag feiern dürfen. Die Gäste zwischen 4 und 87 Jahren waren zum Teil aus der ganzen Republik angereist, um ihre Verbundenheit mit uns zum Ausdruck zu bringen. Überall war der optimistisch-zupackende Geist zu spüren, dessen Verbreitung uns bei Prometheus ganz besonders am Herzen liegt. Und vier kurze Ansprachen zeichneten aus den unterschiedlichsten Perspektiven ein sehr freundliches Bild von Prometheus:

Der Unternehmer Michael Moritz hob unser Projekt „Hekaton“ besonders hervor: „Die Idee von Prometheus ist ja auch, einen echten Impuls zu geben zum Handeln, und echte freiheitliche, liberale Projekte auf den Weg zu bringen mit den jungen Menschen, die man dafür mobilisiert.“. Oliver Maksan aus der Deutschland-Redaktion der Neuen Zürcher Zeitung betonte in seinen Worten den „Optimismus, den Sie ausstrahlen“, und der Prometheus von vielen Akteuren unterscheide. Der taz-Redakteur Jan Feddersen mahnte an, was auch uns schon intensiv beschäftigt, nämlich, dass im liberalen Lager das „Nachdenken noch überhaupt nicht ausreichend ist. Das Niveau für die Diskurse, um die es jetzt wirklich geht, ist mindestens ausbaubedürftig.“

Für die letzte Festansprache gehörte die Bühne Anthea Wendland, die vor zwei Jahren als Research Fellow zu uns stieß und seitdem häufiger Gast bei uns ist. Es hat uns sehr glücklich gemacht, von jemandem, der so deutlich zu unserer Zielgruppe gehört ein solches Zeugnis ausgestellt zu bekommen: „Ich weiß, wenn ich zu Prometheus in die Mulackstraße komme, gehe ich in den allermeisten Fällen mit ein, zwei neuen Bekanntschaften raus, die lange nachhallen.“ Und: „Es geht bei Prometheus nicht darum, den anderen bloßzustellen, oder mich selbst über den anderen zu stellen, sondern wir versuchen gemeinsam voranzukommen.“

Wenn es uns gelingt, dass Menschen uns als ernsthafte Impulsgeber, als tatkräftige Optimisten und vor allem auch als Heimat der Freiheit wahrnehmen, dann haben sich nicht nur Blut, Schweiß und Tränen des letzten Jahrzehnts gelohnt, sondern dann gibt es auch Hoffnung für eine bessere Zukunft unter den Vorzeichen der Freiheit.